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Alex Racici Alex Racic wurde 1969 in Zagreb geboren. Als Wunderkind am Klavier tritt er schon im Alter von 5 Jahren in Konzertsälen auf. Sein erstes Studium beginnt er mit 15 und promoviert im Alter von 19 Jahren mit Auszeichnung. Preise bei unterschiedlichen nationalen und internationalen Klavierwettbewerben. Während seines zweiten Studiums am Konservatorium der Stadt Wien verzeichnet er Erfolge, die ihm zur internationalen Karierre verhelfen. Tourneen und Konzerte in Österreich, Schweiz, Japan und Südamerika, darunter Solo-Auftritte im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, Osaka Symphony Hall, Teatro Gran Rex in Buenos Aires, Züricher Opernhaus und viele mehr.

Parallel zu seiner musikalischen Tätigkeit beschäftigt sich A.R. seit seinem 15. Lebensjahr mit Computern und Programmiersprachen. Die Entwicklung unterschiedlicher Internet-Projekte hat auf seiner Prioritäts-Liste bei ihm in den letzten 10 Jahren stets zugenommen und letztendlich dazu geführt, dass seit 2002 keine Auftritte mehr stattfanden.

Seit 1999 betreibt A.R. u.a. Firma Bearsmail, den ersten E-Mail-Rückschein-Service, der den juristischen Zugang einer elektronischen Nachricht inhaltlich nachweisen kann. Neben Konzeptionierung diverser Webportale und Spezialwebanwendungen entwickelt er Watermark-Technologien und technische Lösungen für die Musik-Promotion, die u.a. auch von mehreren Major-Labels in Anspruch genommen werden.

Als BookRix-Mitbegründer widmet er sich seit April 2007 der technischen Entwicklung und Realisierung des Portals.

www.bookrix.de

Antholog.de:
Alex, Wunderkind am Klavier, Konzerte mit 5, das erste Studium mit 15, promoviert mit Auszeichnung im Alter von 19, internationale Erfolge und Auszeichnungen bei Klavierwettbewerben ..., wieviele Konzerte gibts du denn derzeit noch im Jahr?

Alex Racic:
Jeder, der erahnt wieviel Leidenschaft in einem fast dreißig Jahre langen und dazu noch erfolgreichen Musikerleben steckte, kann kaum fassen, dass derjenige den Schritt erwog, dies alles aufzugeben. Im Alter von 16 Jahren erhielt ich nach einem internationalen Klavierwettbewerb neben dem Preis auch einen Wunsch erfüllt - die Eltern schenkten mir einen C64-Rechner. Mein Leben hat seit diesem Zeitpunkt, obwohl ich bis zu meinen 32-sten Lebensjahr hauptberuflich Konzertpianist war, ein zweites Gleis bekommen. Mit der Zeit wurde die Erkenntnis immer stärker, dass die Träume, die ich mir als Fünfjähriger ausgemalt hatte, längst in Erfüllung gegangen sind und dass ich an einem Punkt angelangt bin, wo ich als Pianist meine Kreativität nicht weiter herausfordern konnte. Der Umstand, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon sehr intensiv mit der Computerwelt zu tun hatte und mich gerade mitten im dritten Umzug meines Lebens befand, führte dazu, dass ich nach Jahren der Überwindung den Entschluss fasste, meinen Zug komplett auf das zweite Gleis zu verlegen.

Antholog.de:
Wenn man über dich recherchiert, dann denkt man eigentlich, immer und überall etwas über Alex Racic den oben angesprochenen Klaviervirtuosen zu finden, aber meist findet man nur Interviews, Berichte und Bilder, die von deiner Lebensgefährtin und ihrem Lebensgefährten handeln. Stört dich das?

www.bookrix.de - Web your Book Alex Racic:
Auf mich und meine Lebensgefährtin, Bibi Johns, wurde wegen Bekanntwerden unserer altersunterschiedbehafteten Beziehung das mediale Licht der bunten Presse geworfen. Wir waren gezwungen eine Flucht nach vorne zu machen, um einer ganz unangemessenen Berichterstattung auszuweichen. Die Online-Presse war zu den Zeiten meiner hochaktiven künstlerischen Tätigkeit noch nicht so verbreitet. Deswegen sind Suchtreffer im Internet mehrheitlich auf mein privates Leben bezogen. Ob mich das stört? Mir ist es egal - ich bin weder ein Mensch der sich in die Öffentlichkeit drängen möchte, noch habe ich vor ihr Angst. Vielmehr stört es mich, dass meine Lebensgefährtin nur noch gelegentlich und zwar von der Fachpresse als hervorragende Sängerin erwähnt wird - allen anderen ist es wichtig immer wieder über das, meines Erachtens inzwischen uninteressant gewordenes Thema "Altersunterschied" zu schreiben.

Antholog.de:
Ihr, die drei Gründer, kommt alle aus dem Musikgeschäft. Ist BookRix für euch nur eine neue Form, Geld zu verdienen, oder was war und ist euer wahres Anliegen?

Alex Racic:
Meine beiden Partner, Gunnar Siewert, Davor Drezga und ich entwickeln zusammen seit mehreren Jahren diverse Projekte und Internet-Anwendungen für die Musikindustrie. Wir haben erkannt, dass sich unsere Kompetenzen in diversen Bereichen wunderbar ergänzen und dass wir die Herausforderung, eine erste Web2.0 Bookunity auf die Beine zu stellen, annehmen dürfen.

Antholog.de:
Irgendwann habt Ihr drei mal gedacht, jetzt mischen wir mal die Literaturszene auf und machen was ganz Neues. Warum eigentlich? Sind Bücher aus Papier jetzt out?

Alex Racic:
Keinesfalls out. Das "gebundene Papier" gibt es schon seit 800 Jahren und wird hoffentlich den Menschen für immer erhalten bleiben. BookRix ist nicht dazu erschaffen worden das physische Buch zu ersetzen oder sogar zu verdrängen. BookRix ist nur eine logische Folge der Entwicklungen in unserem Internet-Zeitalter.

Antholog.de:
Mehr als zwanzig große Verlage sollen ja angeblich sehr wohlwollend ihre Kooperation signalisiert haben. Was genau muss man sich denn darunter vorstellen? Die sind doch nicht ständig auf BookRix unterwegs, um neue Autoren zu finden, wie viele Autoren hoffen, oder? Zählen zu diesen wohlwollenden Verlagen auch Print on Demand Dienstleister? Oder gar Druckkostenzuschussverlage?

Alex Racic:
Wir sind nun erst seit wenigen Monaten online. Einige Verlage haben ihr Interesse an BookRix schon bekundet, brauchen jedoch mit Sicherheit ein wenig Zeit, bis sie ihre Strategien ausarbeiten und entscheiden, wie sie BookRix für sich einsetzen können. Dass man mit einer gewissen, manchmal fatalen Verspätung auf die Neuentwicklungen reagiert, kennt man aus den Geschichten der letzten Jahre mit der Musikindustrie. Bis es so weit ist, dürfte die Idee von BookRix, die literarische Welt zusammenzubringen, für Autoren mit und ohne Verlage von Vorteil sein.

Antholog.de:
Autoren sind ein ganz merkwürdiger Menschenschlag. Neid und Missgunst sind statistisch gesehen, etwa elf mal so hoch wie bei Bauarbeitern oder Müllmännern*.
War euch das vorher klar, oder wurdet Ihr davon überrascht? Und vor allem, wie geht Ihr damit um?
* Dieser Wert wurde geschätzt. :-)

www.bookrix.de - Web your Book Alex Racic:
Schaffende, kreative Menschen und Künstler sind eben empfindlicher als Leute, die in "Normalberufen" tätig sind. Das ganze wird von einer starken Dosis Selbstzweifel unterstützt und ist einfach menschlich. Man soll nicht vergessen, stets mit seiner Konkurrenz respektvoll umzugehen. Dennoch, es ist eindeutig besser mit 1-2 Todsünden herumzulaufen als mit allen sieben. :-)

Antholog.de:
Was ist an Neuheiten auf BookRix geplant? Worauf können sich die Leser und Autoren in Zukunft freuen?

Alex Racic:
Worauf sich unsere Benutzer schon jetzt freuen dürfen, ist der baldige Start von BookRix-Wettbewerben. Neben den großen, schon angekündigten Erweiterungen, wie z.B. die Einführung von Gruppen und virtuellen Verlagen, werden wir noch sehr lange damit beschäftigt sein, die Liste unserer Aufgaben und Wünsche unserer Benutzer nach Priorität zu ordnen und abzuarbeiten. Da die Entwicklung bei uns so rasant voranschreitet, klingt das Wort "Zukunft" in dem Zusammenhang fast befremdlich.

Antholog.de:
Gibt es eine Seite im Web, die dir besonders am Herzen liegt? Außer deinen eigenen, natürlich.

Alex Racic:
wikipedia.de, dict.cc, google.de ...

Antholog.de:
Hast du bei meinen Fragen eine Frage vermisst? Wenn ja, welche? Und wie würdest du sie beantworten?

Alex Racic:
Ich fand die Auswahl an Fragen sehr kompakt und gut gelungen.

Antholog.de:
Noch einen Schlusssatz?

Alex Racic:
Möge vor allem die Zufriedenheit aller BookRix-User die Belohnung für unsere harte Arbeit sein.

Das Interview wurde am 30.10.2008 per Mail geführt. Die in diesem Interview verwendeten Grafiken unterliegen dem Copyright und wurden nur für dieses Interview von den entsprechenden Webseiten entnommen


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Erstveröffentlichung am 30.10.2008 auf www.sagmal.de

 
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